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04.02.2012  [Login] 

Physiologische Grundlagen der Hydrotherapie

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Physiologische Grundlagen der Hydrotherapie

 

Die Kneippkur


Das grundlegende Merkmal der Kneippkur ist es, den Menschen als Einheit aus Seele und Körper zu betrachten. Um den Widerstand des Organismus und die Fähigkeit einer besseren Anpassung an die unterschiedlichen Lebensbedürfnisse zu verbessern, sucht man nach der Harmonisierung aller Körper-, Geistes- und Sinnesfunktionen.
Die Kneippkur basiert auf fünf Grundpfeilern:

1 - Hydrotherapie
2 - Phytotherapie
3 - Diätetik
4 - Bewegung
5 - "Lebensordnung" oder wie man heute sagen würde: "ein ausgeglichener Lebensstil".

Wie man sieht, hatte Kneipp bereits im 19. Jahrhundert eine ganzheitliche Vision vom Widerstand des Organismus und dessen Kräftigung, was heute aktueller denn je ist.
Die angewandten, übrigens ziemlich drastischen Methoden brachten den Vater dieser Behandlung in nicht geringe Schwierigkeiten, so daß heute leichtere Formen unter ärztlicher Kontrolle angewandt werden.

Physiologische Grundlagen der Hydrotherapie
Die Hydrotherapie basiert auf thermischen und mechanischen Wirkungen.
Über das Nervensystem gelangen die auf der Haut wahrgenommenen Reize in das Innere des Körpers, wobei das Immunsystem stimuliert sowie die Magen- und Hormonsekretion beeinflußt wird. Dadurch wird das Herz- und Kreislaufsystem gestärkt.
Die Wärme beruhigt und besänftigt den Körper und verlangsamt die Aktivität der inneren Organe. Die Kälte bewirkt durch die Zunahme der inneren Körperaktivität eine Stimulierung und Kräftigung.
Der Wechsel zwischen warm und kalt vermindert den Streß und stimuliert Körper und Geist.

Gegenanzeigen
Besonders bei Diabetikern, älteren Personen und schwangeren Frauen ist versorglich eine ärztliche Kontrolle anzuraten.

Temperatur
Die Hauttemperatur beträgt normalerweise 33,5°C. Verschiedene Temperaturen erzeugen verschiedene Empfindungen.
Sehr kalt
1-3°C

Kalt
13-18°C

Frisch
18-27°C

Lauwarm
27-33.5°C

Neutral
33.5-35.5°C

Recht warm
35.5-36.5°C

Warm
36.5-40°C

Sehr warm
40-46°C


Ø Kalte Bäder (oder Duschen) 10-21°C von wenigen Sekunden bis einigen Minuten, begleitet von Massagen. Stimulierende Wirkung und Gefäßverengung.
Ø Neutrale Bäder 34° C. Einschläfernde Wirkung, Muskelentspannung und Gefäßerweiterung.
Ø Warme Bäder. Besonders für Patienten mit chronischer Arthrose. Patienten mit Muskelkontrakturen ziehen daraus sofortigen Nutzen.